An(ge)dacht im April

Wie soll ich handeln, wenn meine Schülerinnen und Schüler nicht mehr in meinen (Religions-)Unterricht gehen, sondern auf die Straße, um für Klimaschutz zu demonstrieren?

Soll ich sie zurechtweisen? Sagen, dass das, was ich unterrichte, sie betrifft, für ihr Leben wichtig ist und sie damit vielleicht sogar Hoffnung finden können oder über den Tellerrand des Oberflächlichen hinausschauen?

Diese Bewegung und dieses Leben betrifft sie. Betrifft mich. Betrifft dich.

Das Bewusstsein des Umgangs mit unserer Welt ist wichtig. Weil es nicht nur unsere, sondern auch die  Welt der nächsten Generationen ist.

Hoffnung in einer Welt zu haben, in der viele zu wenig, weil wenige zu viel haben, ist schwer. Wenn man mit dem Gedanken an die nächste Generation nicht darumkommt, auch an Wasserknappheit und Gletscherschmelzen zu denken, wo ist da die Hoffnung?

Hinter dem Tellerrand des Oberflächlichen kommt das, worauf der Teller steht. Dem Fundament, das unser Leben lebenswert macht. Dieses Fundament ist die Schöpfung, die uns mit dem Auftrag übergeben wurde, sie zu bebauen und zu bewahren.

Ich will nicht sagen, dass jeder und jede jetzt alles Mögliche tun muss, um diesem Auftrag zu 100% gerecht zu werden. Sondern dass wir darüber nachdenken, ob wir unsere Erde und Gottes Schöpfung mit dem Respekt behandeln, den sie verdient.

 

Peace out,

Felix Prechtel