Spontane Corona-Hilfe des Evangelischen Jugendwerks

Am Freitag, den 20. März war es soweit: Ministerpräsident Markus Söder verkündete am Mittag die Ausgangsbeschränkungen, die ab Samstag schon galten.

Uns erreichte um 13 Uhr ein verzweifelter Anruf unseres letztjährigen Religionspädagogen im Praxisjahr Felix Prechtel, der jetzt noch mit einigen Stunden für die Martin-Luther-Kirche tätig ist und der just an diesem Samstag umziehen wollte.

Alles war schon gepackt und auseinandergelegt, aber die Väter von ihm und seiner Frau Lena konnten erst am Samstag mit einem größeren Fahrzeug mit Anhänger aus Bayreuth kommen, um ihnen beim Umzug zu helfen. Doch das durften sie nun nicht mehr auf Grund der Ausgangsbeschränkungen.

Da wir der Vermieter (nicht der Eigentümer) der Wohnung sind, wandte er sich an uns.

Also was tun?

Wir entschlossen uns zu einer spontanen Hilfsaktion: Wir bauten die Bänke aus unserem EJ-Bus aus und schnappten uns noch zwei Privat-PKWs von uns. So machten sich unsere Verwaltungskraft Helga Frank, unser Bundesfreiwilliger Paul-Louis Windolf und ich zusammen mit Felix und Lena Prechtel auf den Weg nach St. Paul und schafften es mit drei Fahrten und drei Fahrzeugen am Nachmittag den Umzug in die Sanderau abzuwickeln.

Am Abend kamen dann noch die Väter aus Bayreuth gefahren und brachten noch einige größere Teile mit dem Hänger. Rechtzeitig vor den Ausgangsbeschränkungen waren sie aber wieder zurück.

Felix und Lena waren uns für diese spontane Hilfe sehr dankbar.

Matthias Scheller